Stadtwerke Lippstadt Verwaltungsgebäude Eingang

08.10.2007-Stadtwerke Lippstadt bieten Fotovoltaik für BürgStadtwerke

Fotovoltaik-Anlage soll auf dem Dach der Lippstädter Zentralkläranlage errichtet werden; der durch Sonnenlicht erzeugte Strom wird in die Netze eingespeist. Die nutzbare Dachfläche beträgt etwa 1.000 m², so dass dort eine leistungsstarke Fotovoltaikanlage in optimaler Ausrichtung zur Verfügung steht.

Der Clou an dem Projekt: Interessierte Lippstädter Bürger können sich an dem Projekt beteiligen und partizipieren entsprechend ihrer Beteiligung an der Rendite, die die Anlage erwirtschaftet. „Das Modell verbindet mehrere gute Ideen miteinander“, erläutert Siegfried Müller, Geschäftsführer der Stadtwerke Lippstadt GmbH: „ Zum einen bringen wir das Thema erneuerbare Energien ganz nah an die Bürger heran. Zum anderen ergibt sich über die ergebnisorientierte Beteiligungsmöglichkeit ein echter Anreiz für die Beteiligung jedes einzelnen.“ Gedacht ist das Projekt für alle diejenigen PV-Interessenten, die sich eine eigene PV-Anlage aus baulichen (Dachausrichtung) oder eigentumsrechtlichen (Mietshaus) Gründen derzeit zwar anschaffen wollen, aber nicht können

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), ermöglicht durch eine feste Einspeisevergütung von derzeit durchschnittlich 47,33 ct/kWh für 20 Jahre (bei Inbetriebnahme noch in 2007) den wirtschaftlichen Betrieb dieser Anlage. Müller: „Dahinter steckt die erklärte Absicht der Bundesregierung, regenerative Energien zu pushen. Normalerweise bezahlen wir als Energie-Unternehmen nicht 47,33 ct. pro Kilowattstunden. Der aktuelle Einkaufspreis an der Börse liegt bei 5,6 Cent .

Die Anlage ist ausgelegt auf eine Leistung von 103 200 Kilowattstunden pro Jahr und erfordert eine Investitionssumme von 470 000 €. Nach vorsichtigen Berechnungen und Berücksichtigung von Reparaturen u. sonstigen Nebenkosten ergibt sich ein Überschuss nach Gewerbesteuer i. H. v. 479.505,00 € (über die Laufzeit von 20 Jahren). Für die Finanzierungslaufzeit von 20 Jahren entspricht dies einer Rendite von durchschnittlich 5,1 Prozent.

Nach Ablauf der Finanzierungs- und Abschreibungsfrist können die Anleger vom sogenannten „Goldenen Ende“ der Anlage profitieren. Das Kapital wird an die Anleger zurückbezahlt. Die durch die Anlage erwirtschafteten Gewinne werden aber auch nach dem 20. Jahr weiterhin an die Kapitalgeber verteilt. Die Mindestinvestitionsumme liegt pro Bürger bei 5000 und ist weiter gestaffelt auf 10 000 € oder 15 000 €.

Siegfied Müller weist ausdrücklich darauf hin: “Von der Rendite profitieren die Anteilseigner vom ersten Tag an.“ Gebaut wird die Anlage allerdings erst, sobald 75 % der Invstitionssumme bereitstehen. Die Privatinvestoren müssen sich hierzu vertraglich im Vorfeld verpflichten. Das Geld muss aber noch nicht sofort überwiesen werden. Siegfried Müller: „Uns reicht erst einmal die verbindliche Zusage. Die Anlage wird dann von den Stadtwerken gebaut, wir treten also in Vorleistung. Erst danach erwarten wir die Einzahlung der Privatinvestoren.“

Weitere Informationen zu dem innovativen Projekt sollen die Stadtwerke Lippstadt interessierten Lippstädter Bürgern im Rahmen einer Informationsveranstaltung in einigen Wochen anbieten.

Darüber hinaus können weiter führende Informationen abgerufen werden per E-Mail bei den Stadtwerke Lippstadt angerufen werden unter muenstermann@stadtwerke-lippstadt.de oder Teelefon 0 29 41/2829 50.

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