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28.08.2008 - Stadtwerke haben PFT im Griff - Filteranlage hat Test bestanden - Wasserwerk Eikeloh wieder am Netz

Das Trinkwasser für Lippstadt wird aus drei Quellen bezogen: Rund 90 Prozent der Jahrestrinkwassermenge (= 4 Mio m³ Rohwasser) werden im Wasserwerk Lipperbruch sowie im Wasserwerk Fichten aufbereitet. Daneben liefert eine kleine Menge (10 Prozent der Jahrestrinkwassermenge) das Wasserwerk Eikeloh. Trinkwasser gilt als das in Deutschland am stärksten kontrollierte Lebensmittel. Auch die Stadtwerke Lippstadt lassen das Trinkwasser regelmäßig durch das Hygiene-Institut in Gelsenkirchen überwachen.

Hintergrund:
Ins Rollen gekommen war der PFT-Skandal in Westfalen im Sommer 2006: Damals hatte das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn (IHÖG) erhöhte PFT-Konzentrationen in der Ruhr sowie in der Möhne gefunden und die zuständigen Behörden informiert. Die Humantoxizität (= Giftigkeit für Menschen) ist immer noch nicht abschließend geklärt. Perfluorierte Tenside (PFT) werden in der Natur nur sehr langsam abgebaut und auch in Kläranlagen nur bedingt entfernt. Bei PFT handelt es sich um sehr stabile Verbindungen, die u.a. bei der Verarbeitung von Gebrauchsgegenständen, bei der Herstellung von Fluorpolymeren (z.B. PTFE), bei der Papierveredelung, in Feuerlöschmitteln und in Reinigungsmitteln eingesetzt werden. PFT ist kein natürlicher Stoff, sondern das Resultat von industriellen Herstellungsprozessen. Auffällige PFT-Konzentrationen gibt es in Deutschland außer in Westfalen nur noch am Niederrhein und in Niedersachsen. Auf die Äcker im Sauerland (insbesondere bei Brilon-Scharfenberg) kam PFT ganz offenbar, weil es in Düngemitteln (Klärschlämmen) enthalten war, die von Landwirten auf die Ackerflächen aufgebracht worden waren.

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