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12.06.2009 - Tracerversuch bringt den Beweis - PFT kam von Rüthener Ackerfläche - Staatsanwalt ermittelt weiter

Im Rohwasser der Quellfassung Eikeloh waren erstmals im Jahr 2006 PFT-Gehalte gemessen worden, die über dem vorgegebenen Leitwert von 300 ng/l lagen. Die Quellfassung Eikeloh wurde daher vom November 2006 an außer Betrieb genommen. Die Stadtwerke Lippstadt GmbH ergriffen daraufhin Maßnahmen zur Aufbereitung des von der Quellfassung Eikeloh entnommenen Grundwassers. Dazu wurde eine Aktivkohle-Anlage im Wasserwerk Eikeloh in Betrieb genommen. Wie sich nach Tests herausstellte, kann das Wasser mit Hilfe der Aktivkohle komplett von der Industrie-Chemikalie PFT befreit werden. Die Trinkwasserversorgung der Stadt Lippstadt erfolgt seit dem 06.08.2008 wieder wie zuvor zu 10 % durch das Wasserwerk Eikeloh; schwerpunktmäßig erfolgt die Wasserversorgung in Lippstadt durch das Wasserwerk Lipperbruch.


Hintergrund
Ins Rollen gekommen war der PFT-Skandal in Westfalen im Sommer 2006: Damals hatte das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn (IHÖG) erhöhte PFT-Konzentrationen in der Ruhr sowie in der Möhne gefunden und die zuständigen Behörden informiert. Die Humantoxizität (= Giftigkeit für Menschen) ist immer noch nicht abschließend geklärt. Perfluorierte Tenside (PFT) werden in der Natur nur sehr langsam abgebaut und auch in Kläranlagen nur bedingt entfernt; sie werden mittlerweile weit verbreitet in den verschiedensten Umweltmedien in Spuren gefunden. Bei PFT handelt es sich um sehr stabile Verbindungen, die u.a. bei der Oberflächenbehandlung (Galvanik), beim Imprägnieren von Textilien, bei der Herstellung von Fluorpolymeren (z.B. PTFE), bei der Papierveredelung, in Feuerlöschmitteln und in Reinigungsmitteln eingesetzt werden. PFT sind kein natürlicher Stoff, sondern das Resultat von industriellen Herstellungsprozessen. In auffälligen Konzentrationen auf die Äcker im Sauerland (insbesondere bei Brilon-Scharfenberg) kamen PFT ganz offenbar, weil sie illegal als Abfallgemisch in einem Dünger aus einer Bodenmischanlage enthalten waren, der auf die Ackerflächen aufgebracht worden war.

Über die Stadtwerke Lippstadt GmbH
Versorgt werden im Stadtgebiet von Lippstadt (ca. 70 000 Einwohner) rund 16 000 Haushalte mit Gas und Trinkwasser sowie 36 000 Haushalte mit Strom. Um die kommunale Entwässerung kümmert sich das Schwesterunternehmen Stadtentwässerung Lippstadt AöR. Die Stadtwerke Lippstadt GmbH ist zu 100 Prozent in kommunalem Besitz und gehört regelmäßig zu den bundesweiten Preisführern bei Strom und Gas.


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Bunsenstr. 2; 59557 Lippstadt
Fon 02941 - 2829 0
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EWALD PRÜNTE KOMMUNIKATION | Soest
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