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Lippstädter genießen hochwertiges Trinkwasser - Kooperation mit Landwirten sorgt für niedrige Nitratwerte - Wasserberater betreut 152 Betriebe in Lipperbruch und Eikeloh

„Bei der Qualität des Trinkwassers sollte man keine Kompromisse machen. Das sehen auch die Landwirte so", sagt Martin Sandknop, Betriebsleiter bei den Stadtwerken Lippstadt. „Daher hat sich die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Betrieben als wichtiger Baustein der Qualitätssicherung bewährt." Den positiven Einfluss der Kooperation mit den Landwirten zeigen die rückläufigen beziehungsweise konstant niedrigen Nitratgehalte im Lippstädter Trinkwasser. Sie liegen mit Konzentrationen von bis zu 2 Milligramm pro Liter (mg/l) weit unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung von 50 mg/l.

 

Das Gebiet, für das Michael Bockholt zuständig ist, umfasst 8.350 Hektar landwirtschaftliche Fläche im Altkreis Lippstadt, Rüthen und Warsteiner Kalkmassiv. Etwa 95 Prozent der Flächen werden auf freiwilliger Basis gewässerschonend von den 201 beigetretenen Betrieben bewirtschaftet. Mit 152 Landwirten und gut 7.000 Hektar liegt ein Großteil in den Wassereinzugsgebieten der Stadtwerke Lippstadt. Die Voraussetzungen sind jedoch komplett verschieden: Auf den eher trockenen Sandböden in Lipperbruch und Mantinghausen wird vorrangig Mais angebaut, Landwirte aus Erwitte-Eikeloh und Umgebung bauen hauptsächlich Raps und Getreide an. Umso wichtiger ist die individuelle Beratung.

 

Während der gesamten Vegetationszeit besteht ein intensiver Austausch zwischen Landwirten und Kooperationsberater. Die Basis der Gespräche sind die jährlich rund 420 Bodenproben, die im gesamten Gebiet nach der Auswaschungsperiode über Winter (bis etwa März) gezogen werden. Dafür entnimmt Michael Bockholt auf den Feldern der Betriebe Bodenproben aus bis zu 90 Zentimetern Tiefe. In den unterschiedlichen Erdschichten kann der Experte dann sehen, wie viel Stickstoff den Pflanzen zu Vegetationsbeginn im Frühjahr zur Verfügung steht. Über den Sommer werden dann die Landwirte kontinuierlich mit monatlich neuen Messergebnissen versorgt, damit sie die Pflanzenschutz- und Düngemittelausbringung exakt auf die aktuellen Bodenverhältnisse abstimmen können.

 

Ein Erfolg, den die Kooperationspartner gemeinsam in mehr als 20 Jahren miteinander umgesetzt haben und der die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadtwerken Lippstadt und Landwirtschaft unterstreicht. Aufgrund der guten Erfahrungen wurde die Kooperation jüngst bis Ende 2018 verlängert.

 

Über die Stadtwerke Lippstadt GmbH

Versorgt werden im Stadtgebiet von Lippstadt (ca. 71 000 Einwohner) rund 16 300 Haushalte mit Gas, 18 500 Haushalte mit Trinkwasser sowie 38 600 Haushalte mit Strom. Um die kommunale Entwässerung kümmert sich das Schwesterunternehmen Stadtentwässerung Lippstadt AöR. Die Stadtwerke Lippstadt GmbH ist zu 100 Prozent in kommunalem Besitz und gehört regelmäßig zu den bundesweiten Preisführern bei Strom und Gas.

 

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