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Pressemitteilungen

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14. Mai 2020

Stadtwerke Lippstadt bauen Flüssiggasanlage ab - Teile gehen an die Meyerwerft - Lokale Gasreserve nicht mehr erforderlich

 

Lippstadt. Nach über 35 Jahren Betriebszeit wurde jetzt die Flüssiggasanlage auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke Lippstadt abgebaut. Das System diente im Winter dazu, so genannte Leistungsspitzen abzufangen. Wenn bei Kälte besonders viel Gas benötigt wurde, konnten die Stadtwerke diese eigene Gasreserve nutzen und zusätzliche Energie zur Verfügung stellen. Einige Anlagenteile der Flüssiggasanlage der Stadtwerke stehen heute bei der Meyer-Werft in Papenburg. Damit werden jetzt moderne, gasangetriebene Schiffsmotoren getestet. Heute ist der Einsatz von eigenem Flüssiggas (LNG = liquid natural gas) vonseiten der Stadtwerke nicht mehr erforderlich, weil die Erdgasbeschaffung permanent computergestützt an der Energiebörse in Leipzig abgewickelt wird, und zwar tagesaktuell. Noch vor 25 Jahren hatten die Stadtwerke diese Möglichkeit nicht. Mit dem damaligen Vorlieferanten WINGAS wurden fixe Preise für lange Laufzeiten verhandelt. War es im Winter kälter als geplant, musste die Zusatz-Erdgasmenge teuer nachgekauft werden - oder man hatte diese LNG-Anlage, aus der der zusätzliche Gasbedarf für den aktuellen Tag zugesteuert wurde. Martin Sandknop ist bei den Stadtwerken in Lippstadt für die Gasversorgung zuständig: „Ich kann mir aktuell nicht vorstellen, dass wir so eine Anlage in naher Zukunft noch brauchen. Und falls doch, müsste eh eine neue, vollautomatische Anlage gebaut werden; die bisherige Technik war noch aus der nicht-digitalen Zeit und nur manuell zu bedienen.“
Die Firma GasCom aus Troisdorf hat nun die Anlage übernommen und wird sie in der Industrie und im Tankstellenbereich einsetzen.  Die vier LNG-Tanks mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 168.000 Kubikmetern Flüssiggas bei einem Druck von 6 bar hatten seit 1984 auf dem Betriebsgelände gestanden. Dazu kamen 8 Verdampfer, die das auf minus 162 Grad abgekühlte Gas im Bedarfsfall erwärmten, damit sich sein Aggregatzustand von flüssig zu gasförmig wandelte. So konnte es im Bedarfsfall in die Lippstädter Erdgasleitungen eingespeist werden.

 

01. April 2020

Stadtwerke Lippstadt raten: Regelmäßig den Hahn aufdrehen - Viele Betriebe und öffentliche Einrichtungen aufgrund Corona-Krise stillgelegt

 

Lippstadt. Die Stadtwerke Lippstadt geben vor dem Hintergrund der Corona-Krise wichtige Tipps zum Umgang mit Trinkwasserinstallationen. Die Entnahmestellen in Gebäuden (Waschbecken, Dusche, Toiletten, usw.) sollten regelmäßig (mindestens alle drei Tage) aufgedreht werden, um den Austausch des Wassers in den Leitungen zu gewährleisten. Ausdrücklich verweisen die Stadtwerke dabei auf Maßgaben des Kreisgesundheitsamtes wie auch auf die Empfehlungen des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW). Martin Sandknop, Betriebsleiter Gas und Wasser bei den Stadtwerken, erklärt, warum das wichtig ist: „Aufgrund der aktuellen Corona-Situation sind viele öffentliche Einrichtungen, wie z.B. Schulen, Kindertagesstätten oder Restaurants geschlossen. Auch der Einzelhandel und Gewerbebetriebe haben derzeit eine Zwangspause. Da momentan das Leben gewissermaßen stillsteht, weisen wir die Menschen vorsichtshalber darauf hin, die Leitungen regelmäßig zu spülen.“ Es gelte die Faustregel: Wasser muss fließen und darf nicht in den Leitungen stehen! Das Kreisgesundheitsamt empfiehlt eine Leitungsspülung alle drei Tage. Bei Betriebsunterbrechungen oder längerfristigen Stilllegungen empfehlen DVGW und Gesundheitsamt, die Trinkwasserversorgung am Hauptabsperrhahn abzudrehen. Dabei sollte die Leitung jedoch nicht entleert werden, um Verkeimungen und das Eindringen von Verschmutzungen in die Haus- oder Betriebsinstallationen zu vermeiden.

Das Gesundheitsamt appelliert übrigens auch an die Betreiber von Schulen, Kitas, Sporthallen, Hotels, Gaststätten und Jugendherbergen sowie allen anderen nicht oder nur geringfügig genutzten Einrichtungen, diese Verantwortung wahrzunehmen. „Sie müssen sicherstellen, dass zum Beispiel durch Einführung und Organisation eines Spülmanagements das Trinkwasser regelmäßig ausgetauscht wird. Besonders wichtig ist, dass jeder Wasserhahn und jeder Duschkopf sowohl im Kalt- als auch im Warmwasserbereich der Installation berücksichtigt werden. So wird garantiert, dass bei Wiederinbetriebnahme der Einrichtung einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung steht“, betont das Gesundheitsamt auf der Internetseite des Kreises Soest. Wenn dann der Betrieb wiederaufgenommen wird, sollten alle Wasserhähne einmal vollständig aufgedreht werden, erklärt Wasserwerksmeister Uwe Hense von den Stadtwerken Lippstadt. „Und zwar so lange, bis das Trinkwasser wieder eine konstant kalte Temperatur erreicht.“

Ängste, dass über das Trinkwasser das Corona-Virus übertragen wird, brauche jedoch niemand zu haben. Das Lippstädter Trinkwasser wird aus 14 Metern Tiefe gewonnen, hat bereits mehrere Bodenschichten durchlaufen und ist somit gegen mikrobielle Verunreinigungen, einschließlich Viren gut geschützt. Außerdem wird die Trinkwasserqualität anhand von umfangreichen Wasserproben laufend analysiert und sichergestellt.

13. Januar 2020

Stadtwerke Lippstadt investieren über 5 Mio. Euro in Netze - Baugebiete werden erschlossen - Netzkomponenten werden ausgewechselt

 

Lippstadt. Mit über 5 Millionen Euro ist der Wirtschafts- und Investitionsplan der Stadtwerke Lippstadt dotiert. Rund 550 000 Euro sind für die Erschließung neuer Baugebiete vorgesehen, weitere 4,4 Mio Euro fließen in die abschnittsweise Ertüchtigung der lokalen Transportnetze für Erdgas, Strom und Trinkwasser. Hinzu kommen Anschaffungen für Büroausstattung, Werkzeug und Fahrzeuge bei den Stadtwerken selbst. Das Baugebiet Auf dem Rode mit insgesamt 180 Hausanschlüssen steht oben auf der Liste, gefolgt vom Baugebiet Kreuzkamp-Klinik und dem Neubaugebiet „Am Erlenbusch“ in Overhagen. Hierfür steht im Investitionsplan der Stadtwerke eine halbe Million Euro bereit. An der Kreuzkamp-Klinik laufen die Bauarbeiten seit Jahresbeginn. Auf dem Rode folgt ab März. Weitere Projekte sind die König-Heinrich-Straße in Bökenförde, die Dunkle Halle in der Innenstadt, die Quellenstraße in Bad Waldliesborn, die Herringhauser Straße sowie die Simonstraße und die geplante Dreifachturnhalle am Harkordtweg. Nicht alle Projekte können sicher umgesetzt werden. Für das Projekt Stadthaus am Alten Güterbahnhof gibt es noch keinen präzisen Starttermin, ebenso nicht für die geplante E-Tankstelle in der Stadtmitte an der Dunklen Halle. – Gleichwohl haben die Stadtwerke auch diese Projekte mit auf die Investitionsliste gesetzt, um gegebenenfalls schnellstmöglich beginnen zu können.

Neu angeschafft werden Kleintransporter und zwei PKW. Während für den neuen Kleintransporter weiterhin auf Dieselantrieb gesetzt wird, kommen die PKW als E-Variante auf den Betriebshof der Stadtwerke. Die Lokalen Verteilnetze in Lippstadt werden planmäßig und in regelmäßigen Abschnitten erneuert, um eine Überalterung zu vermeiden. „Jahr für Jahr tauschen wir alte Elemente gegen neue aus. Das gewährleistet die Versorgungssicherheit im kommunalen Raum, ohne, dass wir uns finanziell überheben müssen“, erklärt dazu Stadtwerke-Geschäftsführer Siegfried Müller. Die Haltbarkeit einer Netzkomponente wird mit 40 Jahren veranschlagt.