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06.11.2007 - Stadtwerke bieten erstmals Grünen Strom an

Physikalisch handelt es sich um den üblichen „grauen Strom", den jeder Stadtwerke-Kunde aus seiner Steckdose bekommt. In diesem grauen Strom sind gesetzlich vorgeschrieben bereits 18 % Anteile aus regenerativen Energiequellen enthalten. Dies regelt das Neue Energien Gesetz (EEG).

Diesen Strommix können weder Abnehmer noch Erzeuger, noch Zwischenhandel, noch die Stadtwerke Lippstadt beeinflussen. Die Stadtwerke Lippstadt können jedoch über eine rechtliche Konstruktion den EEG-Anteil auf 100 Prozent aufstocken, indem sie von dem Regenerativ-Erzeuger (z.B. von einem ausländischen Wasserkraftwerk) eine entsprechende Menge Regenerativ-Zertifikate kaufen. Die angekauften Zertifikate berechtigen die Stadtwerke Lippstadt, das so zertifizierte Stromangebot als „Grünstrom" oder als „Regenerativ-Strom" zu bezeichnen. Der Lippstädter Regenerativ-Strom und die dazugehörigen Zertifikate stammen aus norwegischer Wasserkraft.

Geschäftsführer Siegfried Müller: „Der Weg über den Zertifikatehandel erscheint auf den ersten Blick etwas komplex; in der Tat ist es aber die eleganteste Methode, ein Regenerativ-Stromangebot überhaupt identifizierbar zu machen und letztlich wird dadurch auch Marktdruck erzeugt: wenn immer mehr Kunden solchen Strom wollen, dürfte sich sich auf Dauer das Angebot verändern." Klar müsse aber auch sein: „Das kostet extra Geld."

Die auch in Lippstadt zugrundegelegten RECS-Zertifikate (Renewable Energy Certificate System; RECS Deutschland e.V. ) werden in Megewattstunden gehandelt. Sie werden bei der Ausgabe öffentlich überwacht, um Missbrauch auszuschließen. In Deutschland überwacht das Öko-Institut den Handel. Die Zeritifkate haben eine zeitlich begrenzte Lebensdauer und verfallen danach, soweit sie nicht verwendet wurden. Weitere Infos unter http://www.recs-deutschland.de/

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