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12.07.2011 - 125 Jahre zentrale Wasserversorgung in Lippstadt - Meilenstein für die Volksgesundheit - Tag der Offenen Tür am 17. Juli im Wasserwerk Lipperbruch

Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein gewährleisteten Brunnen die Versorgung mit Trinkwasser. Allerdings war das Wasser nicht sauber genug, sodass es ab 1881 zu polizeilichen Schließungen vieler Brunnen in der Stadt kam. Ein zentrales Wasserwerk für die gesamte Bevölkerung wurde immer dringlicher. Im Jahr 1884 beauftragte die Stadtverwaltung schließlich den Baurat Henoch aus Gotha mit den Vorarbeiten für die Anlage einer Wasserleitung. 1886 wurde mit dem Bau des Wasserwerks in Eikeloh begonnen. Die damals geplante Wasserversorgung sollte gerade mal 1500 m³ Wasser täglich liefern. Dabei ging man von einer Gesamtbevölkerung von 15 000 Einwohnern und einem Wasserkonsum von 100 I pro Tag und Kopf aus.

Anfang der 1950er Jahre stieg der Wasserverbrauch stark an. Das Versorgungsgebiet der Wasserwerke umfasste zu diesem Zeitpunkt außer der Stadt Lippstadt mit Lipperbruch noch die Dörfer Eikeloh und Bökenförde (bereits seit Anfang des Jahrhunderts) sowie Cappel und Bad Waldliesborn. Im November 1950 wurde das Wasserwerk Lipperbruch mit zwei Filteranlagen in Betrieb genommen.

Die Stadtwerke Lippstadt, wurden 1971 als eigenständige GmbH aus der Stadtverwaltung ausgegliedert. Seitdem sorgen die Stadtwerke für den reibungslosen Ablauf in den Wasserwerken. Heute versorgen die Stadtwerke Lippstadt über 71 000 Menschen in Privathaushalten und Gewerbebetrieben täglich mit Trinkwasser. Pro Jahr kommen ca. 4,0 Millionen m³ Wasser aus den Wasserwerken Lipperbruch und Eikeloh.

Der größte Teil des aufbereiteten Wassers, nämlich 90 Prozent, wird im Wasserwerk Lipperbruch aufbereitet. Wie Martin Sandknop, Betriebsleiter Gas- und Wasser bei den Stadtwerken Lippstadt, erzählt, kommen lediglich 10 Prozent aus dem Wasserwerk Eikeloh. Das Rohwasser stammt aus insgesamt sechs Brunnengalerien. In Mantinghausen wurde im Mai 2010 die jüngste Galerie in Betrieb genommen. Dieser neuen Wassergewinnungsanlage war eine 40jährige Antragszeit vorausgegangen. Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Siegfried Müller erklärt, entlastet sie die Brunnen in Lipperbruch und erhöht die Versorgungssicherheit. Im Rahmen der Trinkwasserverordnung werden u.a. bei der Trinkwasseraufbereitung geringe Mengen Silikate und geringe Anteile Phosphate beigesetzt. Sie heben den pH-Wert an und bilden eine Schutzschicht in den Kupferleitungen der Hausinstallationen. „Der Endverbraucher erhält somit ein Wasser, das den strengen gesetzlichen Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht und gesundheitlich unbedenklich ist", erklärt Martin Sandknop, Bereichsleiter Gas und Wasser bei den Stadtwerken Lippstadt.

Schlagzeilen machte das Wasserwerk Eikeloh, als es Aufgrund von PFT-Belastungen im Oktober 2006 vom Netz genommen werden musste. Erst im Sommer 2008 konnte es nach Einbau einer Aktivkohle-Filter-Anlage und umfangreichen Tests wieder in Betrieb genommen werden. In der Spitze wurden bis zu 400 Nanogramm PFT pro Liter Trinkwasser gemessen. Der Grenzwert liegt bei 100 Nanogramm. In der Zwischenzeit war die fehlende Wassermenge aus einem Tiefenbrunnen in Eikeloh bezogen worden. Die Stadtwerke Lippstadt erhielten hierzu von der Unteren Wasserbehörde im Kreis Soest die Erlaubnis zur Nutzung des artesischen (natürlichen) Überdruckes dieses Brunnens.

Über die Stadtwerke Lippstadt GmbH
Versorgt werden im Stadtgebiet von Lippstadt (ca. 71 000 Einwohner) rund 16 000 Haushalte mit Gas und Trinkwasser sowie 36 000 Haushalte mit Strom. Um die kommunale Entwässerung kümmert sich das Schwesterunternehmen Stadtentwässerung Lippstadt AöR. Die Stadtwerke Lippstadt GmbH ist zu 100 Prozent in kommunalem Besitz und gehört regelmäßig zu den bundesweiten Preisführern bei Strom und Gas.
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