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Stadtwerke verwenden erstmals Inliner Verfahren - Leitungssanierung am Wasserwerk Lipperbruch - Wasserversorgung zukunftssicherer gemacht

(vom 04.05.2021)

Lippstadt. Die Stadtwerke Lippstadt haben die kommunale Wasserversorgung weiter ausgebaut und damit insbesondere mit Blick auf die kommenden Sommermonate sicherer gemacht. Erstmals wurde dabei das Inliner-Verfahren eingesetzt. Hierbei wird ein flexibler Kunststoffschlauch in das Innere einer Rohrleitung eingezogen und dann von innen aufgebläht.

Die Arbeiten fanden seit Januar am Wasserwerk Lipperbruch statt. Dort wurde eine etwa 50 Jahre alte Rohrleitung (Durchmesser 40 Zentimeter) ertüchtigt. Diese Rohrleitung führt von der Brunnengalerie am Sandweg unter dem Gewässer Ochsengraben hindurch zum Wasserwerk. Gleichzeitig wird die Leitung als Ringleitung ausgebaut. Damit kann das Wasserwerk nun von zwei Seiten mit Rohwasser beliefert werden. Die Arbeiten standen unter Zeitdruck, da sich ein Teil der Leitungsarbeiten im Naturschutzgebiet nahe des Zacharissees befindet. In Naturschutzgebieten darf nur in den Wintermonaten bis Ende Februar gearbeitet werden, da vom 1.März an mit den ersten Bodenbrütern zu rechnen ist und dann in diesen Bereichen Ruhe herschen muss.

Bei der Sanierung der 650 Meter langen Rohrleitung handelte es sich um eine planmäßige und vorsorgliche Maßnahme. Wasserwerksleiter Uwe Hense erklärt: „Irgendwann kommt es an den alten Leitungen zu Korrosionsschäden. Um einer möglichen Undichtigkeit zuvorzukommen, haben wir jetzt den Kunststoffschlauch eingezogen.“ Dazu wurde zunächst der Inliner-Schlauch längs gefaltet, dann mit Klebeband umwickelt und als längliche, flache Bahn durch das Rohr gezogen. Anschließend wurde die weiße Kunststoffleitung mit 3 Bar Pressluft unter Druck gesetzt, sodass die Klebebänder abplatzen konnten. Mit minimal verkleinertem Durchmesser kann die Rohrleitung weitere Jahrzehnte lang gut funktionieren.

Der Ausbau der Rohwasserleitung zu einer Ringleitung dient der verbesserten Ausfallsicherheit. Außerdem können an heißen Spitzentagen im Sommer größere Mengen Rohwasser bis zum Wasserwerk transportiert werden. Das ist deswegen wichtig, weil seit wenigen Jahren immer wieder Lastspitzen an heißen Sommertagen auftreten. Grund sind Gartenbewässerung und immer mehr Pools in den Lippstädter Privatgärten. „Grundsätzlich steht unsere Wasserversorgung in Lippstadt auf sehr soliden Füßen“, erklärt dazu Martin Sandknop, Bereichsleiter Gas- und Trinkwasser. Grundwasser sei nach wie vor reichlich vorhanden. Unbedingt vermieden werden müsse jedoch, dass an sommerlichen Spitzenverbrauchstagen die Wasserspeicher leerlaufen.

Bildunterzeile: Eine Spezialfirma führt den flach gefalteten und zusammengeklebten Inliner-Schlauch in den Rohrleitungsabschnitt ein.

Der vorbereitete Kunststoffschlauch (Inliner) wird als flache Bahn in das Rohr eingeführt und dabei von der großen Holzspindel rechts allmählich abgewickelt. Dabei wird das Gewässer unterquert, um bis zur Brunnengalerie auf der gegenüberliegenden Seite zu gelangen. Täglich bereiten die Lippstädter Wasserwerke Eikeloh, Fichten und Lipperbruch insgesamt rund 11 000 Kubikmeter Wasser auf und speisen diese ins Netz ein; an heißen Sommertagen steigt der Verbrauch auf bis zu 18 000 Kubikmeter. Nachts werden die Hochbehälter dann wieder von den Wasserwerken mit frisch aufbereitetem Trinkwasser vollgepumpt.

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